Gärtnertipps

Was Oma noch wusste: Viel praktisches Alltagswissen ist heute verloren gegangen. Niemand weiß mehr, was man alles mit Natron machen kann – dafür quillt das Netzt mit sogenannten Lifehacks über!

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Dabei sind die dort präsentierten Tricks nichts anderes als jahrzehntelang praktiziertes Gärtnerwissen, das nur leider in Vergessenheit geraten ist. Wir haben nützliche Gärtnertipps zusammengetragen, die einfach zu schade sind, um vergessen zu werden!

Dass das “Gartenwissen aus alter Zeit” auch heute immer noch von Bedeutung ist, sieht man nicht nur an der hohen Nachfrage nach solchen Tipps und Tricks von früher. Unsere praxiserprobten Gärtnertipps haben den Erfolg als Bürgen! Mit dem Wissen von früher können Sie auch heute noch Ihre Nutz- und Zierpflanzen kultivieren, Schädlinge chemiefrei bekämpfen und Wasserknappheit gelassen begegnen!

Gärtnertipps
Bis der Garten so üppig blüht, ist viel Leidenschaft gefragt: Tradierte Gärtnertipps erleichtern die Arbeit im Beet. Foto: Pixabay / StockSnap

 

Topaktuell: Gesammeltes Gartenwissen von früher

Selbst die überlieferten Bauerregeln zu Wetterprognose und Ernteertrag erfreuen sich heute wieder größerer Aufmerksamkeit. Wird den Menschen doch langsam klar, dass das Gärtnerwissen über Generationen angehäuft und weitergegeben sowie anhand von Naturbeobachtungen “verifiziert” wurde! Was Oma noch wusste, kann auch im modernen Reihenhausgarten nützlich sein. Nutzen Sie die Erfahrung zurückliegener Gärtner-Generationen für Ihren Erfolg im Beet – den Rest macht der Grüne Daumen!

  • Der eigene Garten war für Selbstversorger reine Existenzsicherung. Man war auf den Erfolg seiner Arbeit angewiesen! Um den Ertrag im Beet zu mehren, war viel Wissen über Mischkulturen und die richtige Fruchtfolge im Beet entscheidend: Was wächst neben wem und welche Sorte verträgt sich gar nicht mit welcher Pflanze?
  • Gelagertes Saatgut prüfte Oma daher auf dessen Keimfähigkeit, um unnötige Arbeit mit der Aussaat tauber Samen zu vermeiden! Auch beim Anbau der Kartoffel, dem Sattmacher des kleinen Mannes, half der kluge Gärtner nach: Wenn man die Saatkartoffeln etwa eine Woche vor der Aussaat kräftig nass macht, bildet de Knollen schon feine Wurzeln, die das Anwachsen im Beet erleichtern!
  • Wie die Bauernregeln fußt auch der Gartenkalender auf jahrhundertelanger Naturbeobachtung und Erfahrung: Wann ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat? Wann muss der Obstbaumsschnitt erfolgen? Wann sollten die Frühjahrsblüher ausgepflanzt werden? Meist sind passend dazu Signale in der Natur sichtbar (Blüte anderer Blumen, Reife von Früchten, …) Man muss sie nur zu lesen verstehen – die Gärtnertipps von früher helfen dabei!
  • Ein Mittel gegen Unkraut – das hätte jeder Gärtner gern! Statt Unkrautvernichter zu spritzen, zog Großmutter das “Wildkraut” einfach samt Wurzel aus der Erde: mühsam aer erfolgreich! Zum verlorenen Gartenwissen von früher gehört auch, dass man lästiges Unkraut (wie etwa Giersch) auch mit Bodendeckern in Schach halten kann. Kapuzinerkresse z. B. überwuchert den ungewollten Gast im Beet, sieht hübsch aus und ist sogar essbar!
  • Viele Heilpflanzen gedeihen auch in Ihrem Garten – oft unscheinbar im Unterholz: Welche Heilkräfte die heimischen Kräuter besitzen und gegen welche Wehwechen sie wirkten, war lange überlebenswichtig! Ein Tee aus Kamille und Minze hilft bei Magenbeschwerden, der Salbeiaufguss lindert Halzschmerzen, eine Tinktur aus Arnikablüten wirkt wie eine medizinische Sportsalbe (gegen Prellungen und Blutergüsse)!
  • Weiterverwenden statt wegwerfen: Kaffeesatz aus der Küche ist ein Allround-Dünger im Garten! Alle Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen (Rhododendron, Azalee, Hortensie, …) lieben es, mit Kaffeesatz gemulcht zu werden. In Wasser gelöst, freut sich auch Efeu über den Koffein-Kick! Wenn gar nichts anderes mehr gedüngt werden kann, gehört der alte Kaffeeefilter samt Prütt auf den Kompost!
  • Kaffeepulver, die zweite: Der Duft soll Schädlinge (vor allem Ameisen und Wespen) abwehren. Das klappt aber nur begrenzt und mit frisch gemahlenem Kaffeepulver – erfolgreicher sind andere Maßnahmen zur Wespenabwehr >>
  • Gleiches mit gleichem bekämpfen: Mehltau auf Rosen und Co. lässt sich mit verdünnter Frischmilch bekämpfen! Rechtzeitig und regelmäßig mit der Gartenspritze die befallenen Pflanzen besprühen und die Pflanzenkrankheit verschwindet aus dem Beet!
  • Selbst angemischte Pflanzenjauchen (z. B. aus Brennessel oder Schachtelhalm) wurden als kräftigende Pflanzenschutzmittel seit jeher von Gärtnern angesetzt und ausgebracht, um die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen.
  • Kalkausblühungen an Tontöpfen müssen nicht sein: Am Ende der Saison werden die Pflanzgefäße gereinigt: Ein Abfallprodukt aus der Küche erleichtert die Arbeit:
  • Kostenloser Dünger: Im Haushalt fiel früher viel Holzasche an (vom Herd, aus dem Ofen, …). Wegen des hohen Gehalts an Kalzium war die Asche als Dünger geschätzt. Mittlerweile hat die Angst vor möglichen Schwermetallen (aus Imprägnierungen u. ä.) den positiven Nutzen von Kalium, Magnesium und Eisen in der Holzasche überlagert. Im Zierbeet oder gar auf dem Rasen können Sie die kalte Asche aber auch heute noch bedenkenlos ausbringen!
  • Was treiben wir heute für einen Aufwand, um Schnecken abzuwehren: Schneckenfallen, Schneckenkorn und Elektrozäune rund ums Beet! Früher wurden Schnecken einfach abgesammelt – am späten Nachmittag fand Oma alle Schnecken unter dem feuchten Holzbrett, das sie als trügerisch sicheren Unterschlupf neben das Gemüsebeet gelgt hatte!
  • Nicht nur im Bauerngarten waren Beetränder oder stillgelegte Beete bepflanzt: Auf der Wildblumenwiese tanzten die Schmetterlinge und summten Bienen – ein Indiz für eine gesunde Artenvielfalt im Garten.

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